Positionspapier zum Bau von Windenergieanlagen

Der Vogelschutzverein Holzhausen/Hünstein e.V bekennt sich zum Ausstieg aus der Atomenergie und für den Bau von Windenergieanlagen.

  1. Zum Standort : 
    Als Standort sollte das Freiland, stillgelegte Industrieanlagen, dünn besiedelte Gebiete, sowie ertragsarme Böden bevorzugt werden. Kein Bau von W.E. Anlagen in geschlossenen Waldungen und sensiblen Räumen wie FFH Gebieten, Naturschutzgebieten. Biosphärenreservaten, Nationalparks, Vogelschutz- und Landschaftsschutzgebieten.
    Begründung : 
    In Waldgebieten ist die Artenvielfalt an Flora und Fauna vielfältiger und 
    höherwertiger als in der freien Landschaft. Bedingt durch die intensive Landwirtschaft sind viele Pflanzen- und Tierarten aus dem Freiland verschwunden. Außerdem kann die Nutzung des Bodens bis dicht an die Anlagen weiter erfolgen, wogegen im Wald größere Freiflächen geschaffen und freigehalten werden müssen.

  2. Vorgaben der Vogelschutzwarten Deutschlands (Helgoländer Papier):
    Die Abstandsregelungen der windkraftempfindlichen Vogelarten vom Horst zu den W.E. Anlagen müssen eingehalten und im Gesetz verankert werden, damit schon bei der Planung von W.E. Anlagen Rechtssicherheit besteht.

  3. Artenschutzgutachten
    Artenschutzgutachten müssen zwingend von vereidigten Gutachtern erstellt und von der zuständigen Behörde bestellt und entlohnt werden. Die Kosten können an den Antragsteller weitergegeben werden. Nur so kann gewährleistet werden, dass die Gutachten objektiv und nicht im Sinne des Anlagenbetreibers erstellt werden.

  4. Ausgleichsmaßnahmen:
    Ausgleichsmaßnahmen sollten nicht im Alleingang von der zuständigen Behörde vorgenommen werden, sondern im Einklang mit allen zuständigen  Naturschutzverbänden- und Vereinen erfolgen und nur als allerletzte Maßnahme gesehen werden, wenn absolut keine Aternativen möglich sind.